Rohani unterstrich bei seiner heutigen Rede: „Die iranischen Studenten und Akademiker im Iran sind nicht nur Vorkämpfer der Wissenschaft, sondern zugleich Bannerträger der Freiheit und konstruktiven Kritik in der Gesellschaft“. Die iranischen Studenten seien scharfe Beobachter von politischen Entwicklungen im Iran, sagte Rohani und ergänzte: „Immer wenn sie feststellen, dass sich etwas gegen die nationalen Interessen entwickelt, wird ihre Kritik laut, um die falschen Wege zu verbessern“. Im Zusammenhang mit dem Atomkonflikt mit dem Westen bekräftigte Rohani, außer der zivilen Nutzung von Atomenergie sei ebenfalls die Aufhebung aller Wirtschaftssanktionen ein verbrieftes Recht unseres Volkes. „Einige Staaten, die ihre Interessen in der Verschärfung des iranischen Atomstreits sehen, haben sich nach der Atomvereinbarung zwischen Iran und der G5+1 neben dem israelischen Regime gestellt und sich über die Beilegung des Atomkonflikts geärgert“, sagte Rohani und betonte zugleich: „Dennoch haben die meisten Staaten der Region das Genfer Atom-Abkommen begrüßt“. Der 7. Dezember ist im Iran Studententag genannt. Am 6. Dezember 1953 wurden 3 iranische Studenten vor der Universität Teheran von der Polizei getötet. Sie protestierten gegen den Besuch vom damaligen Vize-Präsidenten der USA Richard Nixon im Iran sowie die Wiederaufnahme der Beziehungen mit England nach dem Putsch im Jahre 1953.